„Keiner trennt uns“ – Jana von Bergner

Titel: Keiner trennt uns
Autor: Jana von Bergner
Verlag: selfpublisher
Preis: 9,99€
Seiten: 260Bild über thalia.de
Ein einziger Moment kann alles verändern. Als Hannas Vater plötzlich stirbt, sind sie und ihre drei Geschwister Pia, Emma und Mika mit einem Schlag Vollwaisen. Doch Hanna ist stark, für sich und ihre jüngeren Geschwister. Vor Gericht kämpft die 21-Jährige schließlich um die Vormundschaft. Unterstützung erhält sie von dem nicht ganz unattraktiven Mark, ausgerechnet jenem Polizisten, der ihr die Todesnachricht überbracht hat. Doch was bewegt ihn dazu, ihr zu helfen? Und was verschweigt er ihr? Während beide mit ihren inneren Dämonen kämpfen, bleibt nur eine Frage: Ist Liebe stärker als Angst? 
Ich muss gestehen, ich bin zufällig auf das Buch aufmerksam geworden. Gerade habe ich mir erst einen Bookstragram Account eingerichtet und schon sprang mir das wunderschöne Cover ins Auge. Mein erster Gedanke: „Ich muss das Buch haben!“.

Als ich das Buch zum ersten Mal auf Instagram gesehen habe, gab es dieses zu dem Zeitpunkt noch nicht im Handel, sondern nur über Amazon. Einen Tag habe ich gezögert und es dann gekauft. Ich bin kein großer Fan von eReadern und eBooks, sondern brauche einfach etwas in der Hand. Manchmal jedoch lässt sich dies nicht so einfach vermeiden und dann nehme ich auch ein eBook.
Das Buch selbst habe ich recht schnell gelesen gehabt. Der Schreibstil ist flüssig und es lässt sich auch leicht lesen, genauso sind die Zusammenhänge verständlich. Die Sprünge zwischen Hanna und Mark sind einfach und auch wirklich gut gemacht. Auch wie sich die Gefühle zwischen den beiden entwickeln, gefällt mir gut.
Die Hauptfigur – Hanna – ist als sympathische Person aufgetreten, auch wenn ich mir manchmal an den Kopf greifen musste, weil ich ihre Handlung in dem Moment nicht ganz nachvollziehen konnte. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich mit aller Liebe für ihre Geschwister opfert. Der erste Gedanke gilt ihnen und dann kommt erst sie. Am Anfang von dem Buch wird man direkt in die dramatische Situation geworfen, die Hanna ab sofot zu bewältigen hat. Manchmal kam es mir auch so vor, als wäre Hanna ohne Gefühle. Sie hat gerade erst ihren Papa verloren und es gibt nur wenige Stellen, die beschreiben, wie sie um ihren Papa trauert. Das fand ich ein bisschen schade.
Mark ist einer der Polizisten, die Hanna die Nachricht von dem Tod ihres Vaters berichten müssen. Er hat sich direkt zu ihr hingezogen gefühlt und hat von Beginn an beschlossen, Hanna und ihren Geschwistern zu helfen – egal in welcher Hinsicht. Er teilt strickt Privat und Beruf, auch wenn er mit seiner Kollegin ein paar private Dinge austauscht. Sein Geheimnis war für mich jetzt nicht wirklich überraschend, zeigt aber, dass auch so „kleine“ Dinge belastend sein können. Er hätte nur von Beginn an ehrlich gegenüber Hanna sein müssen.
Ganz überzeugt war ich von dem Buch allerdings nicht. Das Buch hat einen guten Abschluss gehabt – ohne Cliffhanger. Das Ende kam für mich etwas zu schnell. Fast so, als wäre keine große Idee mehr da gewesen, wie man das noch etwas ausbreiten könnte.

 

Das Buch bekommt von mir folgende Gesamtbewertung:

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